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In den ersten Sonnenstrahlen, die seine Äste zum Leuchten bringen, sieht das Bäumchen wie eine tanzende Figur aus, eine tanzende oder ihr Gleichgewicht suchende nackte Figur. Sie schafft um sich Raum, sie schafft den Raum überhaupt; die umliegenden Gärten treten zögernd von der zweiten in die dritte Dimension.

 

Meine ganze Aufmerksamkeit hängt an diesem Bäumchen, sie tanzt mit ihm an der Sonne, dann schmilzt sie weg. Ich stehe im Schatten, im Dunkel, steif gefroren, mitten im Rausch erkaltet.

 

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