Ein unbekannter Hacker schreibt mir von meinem eigenen E-Mail-Account aus, er habe Zugang zu meinem Bildschirm und beobachte laufend alles, was darauf vor sich gehe, inklusive mich selber, der davor sitze; er will mich mit Bildern erpressen. Falls es stimmt, was er schreibt, tut er nichts anderes als das, was ich selber tue – er schaut mir zu, von aussen, während ich von innen zusehe, gerade so als wären wir Zwillinge, und insofern kommt er mir nicht wirklich als Gegner vor, sondern als digitale Spielform eines alter Ego.

 

Der Tag ist von einem Grau, dass die Kalkmauern und der Himmel aus ein und derselben Farbe zu bestehen scheinen, einmal in der durchscheinenden, einmal in der opaken Variante.

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