Monthly Archives: Februar 2018

Die letzte Mitteilung, die ich am Computer in einem Pop-up lese, bevor ich abschalte: „Staubsauger-Vertreter wird Pro-Sieben-Chef.“ Was man nicht alles ins Bett mitnimmt, das der Schlaf dann gnädig wegsaugt. Read more →

Am Draht, an dem sich im Sommer der Basilikum vor dem Fenster hält, halten sich jetzt die Regentropfen – statt einem Genuss für die Küche einer fürs Auge.   Noch vor Mittag dunkelt der Tag ein und die Tropfen beginnen zu leuchten, durchsichtig und in tanzender Unregelmässigkeit.   Ein Tag, an dem man gern in die Schönheit hinaustreten würde, und… Read more →

Ich stiess mit dem Fuss an einen Gegenstand, der sich wie ein volles Glas anfühlte, und sah schon die Schweinerei auf dem Teppich, aber es war ein Buch, und ich war dankbar, dass Bücher, die ja auch den Durst stillen, ihren Inhalt diskret für sich behalten. Read more →

Er spürt von seiner schweren Krankheit auch Monate nach der Stammzellentherapie noch immer nichts (ausser die Nebenwirkungen der Therapien), auch jetzt nicht, wo die Blutwerte drastisch schlecht geworden sind. Das hält er kaum mehr aus. Ihm fehlt etwas, wogegen er kämpfen kann, ein Schmerz, ein Tumor, ein körperliches Signal. Er hat die Ärzte gebeten, ihm eine Foto einer seiner Krebszellen… Read more →

Zwei Elstern eng nebeneinander auf einem Ast, die Köpfe aneinandergeschmiegt, die Augen geradeaus gerichtet, als seien sie dabei ein Selfie zu machen. Read more →

An der Abdankungsfeier blätterte während des Essens auf einem Beistelltisch der i-pad, flankiert von zwei Kerzen, das Leben der Verstorbenen durch.   Eine Dame kam freudig auf mich zu, begrüsste mich mit Namen und erzählte mir, wo wir uns das letzte Mal getroffen hatten, während ich sie zum ersten Mal sah. Read more →