Monthly Archives: Mai 2018

Der Mähroboter fällt von Zeit zu Zeit in einen anderen Modus der Programmierung und beginnt sich im Kreis zu bewegen. Das ist seine Kür, sein Ausbruch ins nicht Vorgesehene. Wenn kein Drehen und Wenden, kein Vorandrängen ihn weiterbringt, zieht er sich rückwärts aus der Falle heraus, in der ihm eigenen Selbstverständlichkeit und Würde. Read more →

Eine Art Heimatklang: Das Rauschen der vorbeifahrenden Autos auf der Strasse, durchsetzt mit dem leisen Quietschen der der Jungvögel im Laub der Bäume über mir.   Jeden Tag den Weg von lebendig zu lebensfroh unter die Psyche nehmen. Read more →

Das Lamm springt mit allen Vieren in die Luft, als wäre ihm gerade eine Idee gekommen.   Wie fühlst du dich? – Nicht lebendig, nicht tot: wie nicht gestorben. Read more →

Was tut der Regen, wenn nicht „es“ regnet? Er schibbert, scheissert, piffelt, zazzert; er nösst, kännert, pfluddert.   Kehre aus dem Garten zurück, wo ich nichts tat als herzumzustehen und zu schauen, neu geladen mit dem Lebenswillen von Keim und Setzling. Read more →

Die Menschen im Gazastreifen erinnern mit ihren Protesten und Aufmärschen (heute ist der 70. Jahrestag der Nakba) an die Wunde, die der Staat Israel mit der Vertreibung der Palästinenser aufgerissen hat. Ja, sie sind die Wunde, und solange die Flüchtlinge in ihren Gefängnissen eingesperrt sind, wird die Wunde nicht heilen. Die beispiellose Härte, mit der die israelische Armee eingegriffen hat,… Read more →

Wie man in Restaurants, denen man nicht recht traut, verstohlen Löffel und Gabel an der Serviette abwischt, bevor man zu essen beginnt. Read more →

Wenn zwei, die sich zusammen unterhalten, mitten im Reden stehenbleiben, die Gestik sprechen lassen, sich wieder in Bewegung setzen, aufs Neue innehalten, ihren Gang wiederaufnehmen, bilden sie für das Auge eines Dritten eine sich ständig weiter schreibende Schrift, die nicht zu entziffern, aber doch mit Freude zu lesen ist.   Das Rouge auf ihren Lippen macht diese nicht voll, sondern… Read more →

Sie rühmt ihren Dill, den sie in Kistchen angezogen hat, in überschwänglichen Worten, wie man etwa die Zucht einer schwarzen Rose lobt, und als ich sage, der meine wachse wild im Garten, geht sie betreten darüber hinweg, als hätte ich unter die schwarzen Rosen eine kommune Heckenrose gemischt.   Wenn die Turmuhr schlägt, hält sie die Zeit solange an, bis… Read more →