Monthly Archives: August 2019

In den Zeiten des Bienensterbens und der Varroamilbe begrüssen die Augen im Garten jede einzelne Biene mit ausgewählter Zuvorkommenheit wie Prousts Madame de Villeparisis in ihrem Salon diese Herzogin und jene Durchlaucht.   Gegen die Schäfchenwolken vor dem tiefblauen Himmel, gegen diese Kinderbuchverlorenheit den gelben Kran zu Hilfe holen, der seinen Warnfinger in die Idylle hinein streckt.   „Regen macht… Read more →

Sturm und Hagel sind angesagt, man kann nichts dagegen tun ausser noch rasch die Tomaten zu pflücken, um sie vor Schäden zu bewahren. Klimaveränderungen sind angesagt, weltweit werden die Tomaten gepflückt. Alle tun noch rasch etwas Kleines, da es zu spät ist, die Katastrophe noch zu stoppen.   Mit zwei Lauten durchs Leben kommen wie die Türkentaube, und alle Leute… Read more →

26 Störche zählte ich gestern Abend im Dorf, auf jedem zweiten Giebel um die Dorfmitte herum sassen einer oder mehrere, während der Dorfrand leer blieb. Sie hoben sich erst weiss vom blauen Himmel ab, dunkelten dann ein, bis sie als Silhouetten im letzten Abendlicht standen, unbeweglich, ab und zu einen Flügel spreizend oder mit dem Schnabel in den Federn nestelnd.… Read more →

Finden ohne gesucht zu haben. Viel schwieriger: Suchen ohne je gefunden zu haben (Unzufriedenheit als Motor der Kunst?).   „Ein Gegenstand auf der Fahrbahn“ – eine der wenigen Gelegenheiten für das Wort Gegenstand, wo es seine Farblosigkeit und Zurückhaltung aufgeben und seine Wichtigkeit ausspielen kann.   Untransportable Güter: der Enthusiasmus; der Wind; die Stille. Festzuhalten und weiterzureichen sind sie nur… Read more →