Der bleichste, dünnste, schmalbrüstigste Tag im Jahr, der 21. Dezember, ist so unscheinbar kurz, dass man Mühe hat, in ihm den Gründertag des neuen Sonnenjahrs zu sehen. Der ausklingende alte Rhythmus und der neue Rhythmus schleppen sich beide gleich müde dahin. Nur ein gutes Ohr vermag zu hören, dass jetzt gerade etwas Unbekanntes daran geht, das Tempo wieder anzuziehen.

 

Eine auf dem Boden liegende, schon angenagte Blumenzwiebel in die Erde zurück drücken, als glaubte man zuversichtlich an die Auferstehung.

 

Als Kind sah ich die Welt der Erwachsenen in der Überzeugung, dass ich ihr nie angehören würde. Heute sehe ich die Welt der Kinder in derselben Überzeugung – und dazu im Wissen, diesmal Recht zu haben.

 

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