Seltenes Glück: ich mache mich nicht an die Arbeit, sondern die Arbeit macht sich an mich heran und verführt mich.
Der Verkäufer im Laden sagt mir während des Einkaufs dreimal Bonjour.
Mussezeit Juli: Lesen und Schreiben beruhigt die nervöse Gereiztheit, bremst aber auch den Austausch mit der Welt. Kaum ist die stete Suche nach dem inneren Gleichgewicht an ihr Ziel gekommen, meldet sich der Drang nach Bewegung und Deregulierung.
Wachsende Verzweiflung des Sportjournalisten während eines Unentschiedens an der Fussball-WM. Seine Stimme hebt sich zusehends, seine Sätze werden kurz und hart. Was in antiken Dramen der Chor übernahm, das deutenden Begleiten der Handlung, besorgt hier in seinem Kabäuschen der Kommentator.
Die Gedichte in ihrer rohen Erstform gleichen einem Klumpen Lehm, bei dem mir später dämmert, was aus ihm hätte werden können. Dann ist es Zeit ihn neu zu kneten, wenn er nicht schon zu hart ist, um noch bearbeitbar zu sein.
Albertine schläft und „Meine Eifersucht liess nach, denn für mein Empfinden war jetzt Albertine zu einer Atmenden geworden, die ausserdem nichts weiter mehr war, wie auch ihr regelmässiger Atem nur die rein physiologische Funktion ausdrückte, die, leicht und fliessend, keinerlei Dichtigkeit, weder die des Wortes noch die des Schweigens, hat (..)“
Der Ernstfall und der Ernstflug.