Ein Buch zur Zukunft

Das einzige Buch zur Zukunft, das ich besitze und an das ich glaube, gleichermassen Utopie und Dystopie, gleichermassen angsteinflössend und Zuversicht spendend, ist meine Agenda. Jedes Mal, wenn ich sie zur Hand nehme, schaue ich dem Schicksal ins Maul, sehe ich kommende Ereignisse voraus, ja lege sie selber fest mitsamt Zeitpunkt und Ort des Geschehens. Ich bin jederzeit frei, dem Fluch ihrer Prophezeiung zu entgehen, doch es gibt wenige Freiheiten, die ich so wenig nutze wie diese. Von ihr bin ich abhängig wie sonst nur ein Kranker vom Tropf abhängig ist. Und wie ein Schwerkranker weiss ich, dass es vom Tropf der Zeit kein Loskommen gibt, dass für eine Genesung weder die Agenda noch ich noch irgend ein Arzt und Spezialist zuständig ist.

 

Was ist anders am Lärm der Kinder, seit die Sommerferien ausgebrochen sind? Der Vater lärmt mit.

 

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