Wie mich der Dreijährige in einem hallenden leeren Raum voller Begeisterung anschreit. Wie ich zurückschreie. Wie wir uns einen sich steigernden Echostreit liefern.

Die Haut, aus der ich gern fahren würde, ist schon lange nicht mehr die meine.

Wäre uns jedes Wort, das wir im Mund formen, mit seiner Entstehung, seiner Lebens- und Leidensgeschichte präsent, wir würden uns dauernd beim Reden verschlucken.

Über den inneren Reichtum eines andern sollte man nicht spekulieren, man verschätzt sich jedes Mal, und jedes Mal zu seinen Ungunsten.

„Dass mehr Geliebte würden, müssten mehr Liebende werden.“ (Ilse Aichinger, Kleist, Moos, Fasane 1987)