Ich suchte mich an den Traum von letzter Nacht zu erinnern, in dem zwei Esel vorkamen. Da fiel mir ein, dass die Esel in einem Roman vorgekommen waren, den ich gerade lese, und ich versuchte mich an die Handlung des Buches zu erinnern. Da kam mir in den Sinn, dass ich die Esel leibhaftig auf einer Weide gesehen und mich gewundert hatte, dass jemand überhaupt noch Esel hält. Sich zu wundern ist gut. Es kann zur Eselsbrücke für die Erinnerung werden.

 

Zum Einschlafen mit den Gedanken an den Ort gehen, wo sich Schlaf und Schlaflosigkeit gegenseitig bedrängen, den Punkt zwischen den Augen oberhalb der Nasenwurzel. Dort sitzt das Sandmännchen. Ihm bei der Arbeit nur zusehen, ihm auf keinen Fall helfen wollen: Es ist nie so aktiv und wach wie in genau diesem Moment des Sandstreuens, ein Komplize des Unschlafs.

 

Ein Wort. Ein Gegenwort. Ein Gegenwort zum Gegenwort. Spätestens jetzt wird klar, es wird das Wort tout court nie mehr geben.

 

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