Zurück aus dem Iran, erzählen sie von den Demonstrationen, die zur Zeit ihrer Anwesenheit spontan losgebrochen sind, so dass selbst viele Einheimische davon überrascht wurden. Die Freundin schildert, wie sich vor ihnen die Tür zu einer Koranschule öffnete und drei Studenten mit grossen, fragenden Augen in der Türöffnung erschienen, denen die Angst ins Gesicht geschrieben stand, „und wie sie da unbeweglich auf die Vorgänge auf dem Platz starrten, hätte ich von ihnen gerne ein Foto gemacht“. Sie hat das Foto gemacht, sie hat es mir gezeigt, ich habe es hier eingeklebt.

 

Ich spürte Unwille, als die jüngste der Verkäuferinnen Anstalten machte mich zu bedienen, als ich mit einem Problem im Laden stand. Eine erfahrene wäre mir lieber gewesen. Und wie kompetent das quasi-Mädchen die Sache in Ordnung brachte! Wie sie mich fachgerecht und lächelnd von meinem Vorurteil befreite!

 

Erst am erschrockenen Blick der Schwarzen wird mir bewusst, wie unverblümt ich sie die ganze Zeit anstarre.

 

Die Stille im Haus ist dann perfekt, wenn irgendwo noch menschliche Stimmen zu hören sind.

 

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