Mir gingen gestern die ersten vier Zeilen eines Gedichts durch den Kopf. Heute erinnerte ich mich nicht mehr an die Formel, nur noch an das Thema, und ich versuchte dieses in Sprache zu setzen. Nutzloser Versuch. Ohne die richtigen Worte in der richtigen Folge ist ein Thema nichts als es selbst.

 

Mit dem Alter nehmen die Relativierungen zu. Man entschuldigt den kränkelnden Körper, die Vergesslichkeit, den Ausfall von Glücksgefühl. Dafür erreicht die Verzweiflung nicht mehr den Ort, wo sie den Selbstmord erwägt. Man ist so nah am Tod, dass dieser wie ein begleitendes Sedativum wirkt.

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